Wie schon gesagt, Du kannst gerne glauben, dass es einen Gott gibt. Manche Leute glauben auch, dass es einen Yeti gibt - oder das Ungeheuer von Loch Ness. Aber an der Lebensführung eines solchen Gläubigen ändert sich dadurch noch nicht viel, es ist also so gesehen moralisch ziemlich einerlei, ob Du ein glaubender Mensch bist oder nicht.
Es gibt zahlreiche Glaubensvorstellung, bei denen es reicht, von Gott zu wissen. Ist Gott bspw. ein "Uhrmacher-Gott", der einmal die Welt erschaffen, aufgezogen und in Bewegung gesetzt hat, so ist er auch zufrieden mit jemandem, der entdeckt, dass es den "Schöpfer" gibt. Wahrscheinlich will ein solcher Gott eher sein Ruhe und weiter seinem Spielzeug zuschauen.
Glaubst Du aber an Gott den Vater, der Dich liebt und Dich als sein Kind annehmen möchte, dann kannst Du nicht mehr neutral bleiben: Entweder Du antwortest Ihm, dass er Dich gefälligst in Ruhe lassen soll (dann widerspricht Dein Tun Deinem Glauben); oder Du beginnst tatsächliche eine Beziehung zu ihm. Beziehung schließt aber immer ein, mit jemanden in Kontakt zu treten, sich auf seine Gegenwart zu freuen und sie zu suchen - und vor allem zu fragen, was meinem Gegenüber denn gefällt - und was nicht.
Peter hat dazu eine ausdrucksstarke Katechese geschrieben:
Gott, unser Vater
