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KARL-LEISNER-JUGEND |
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Meine Berufung: Jesus nachfolgen
Glauben - das ist nicht nur eine Weltanschauung. Glauben ist eine vollständige Ausrichtung des eigenen Lebens auf Gott. Das ist das, was wir allgemein als "Berufung" bezeichnen. Es gibt eine Berufung zum Priester, zum Ordensleben oder zur Ehe. Vor allem gibt es aber die Berufung, Kind Gottes zu sein. Sich lieben zu lassen - und Gottes Liebe zu leben. Davon handeln die folgenden Katechesen. |
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| Glauben an Gott | ||
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Ich kann einer Berufung nur folgen, wenn ich davon überzeugt
bin, dass es derjenige, der mich in Seine Nachfolge ruft, gut mit
mir meint.
In alle Katechesen und Predigten schleicht sich immer wieder ein Vergleich: Der Glaube an Gott ist so ähnlich wie eine Liebesbeziehung zwischen Menschen. |
Über Gott selbst lässt sich viel erzählen; jeder gibt Gott vielleicht einen eigenen Namen; jeder erfährt Gott wahrscheinlich anders. Das soll nicht über einen Kamm geschoren werden - aber Gott hat sich auch selbst einen Namen gegeben und von sich erzählt. Seitdem ist er immer auch: Aber ist uns auch klar, was für einen Schatz wir damit beschreiben? |
Nachfolge ist gar nicht zuerst unser Werk, sondern bereits Gottes Wirken. Denn es gibt in Gott nicht nur den Vater, der uns erschaffen hat, und den Sohn, der uns erlöst, sondern auch den, der uns zur Gemeinschaft mit Gott führt:
In jeder Familie kommt es vor, dass ein Familienmitglied im Schatten der anderen steht - in der Familie der Dreifaltigkeit ist das der Heilige Geist. Allerhöchstens in der Firmvorbereitung wird dieser Teil Gottes erwähnt - oft aber ziemlich hilflos und auf "Begeisterung" reduziert. Dabei ist der Hl. Geist echt genial... |
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| Gott liebt mich und ruft mich | ||
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Wenn Berufung bedeutet, auf Gottes Ruf zu hören, dann sollte man Gottes Stimme von den vielen anderen Stimmen in dieser Welt unterscheiden. Gehen wir also in die Schule des Gebets, denn:
Wir begreifen wesentliche Dinge unsere Glaubens, die uns fremd
geworden sind, wenn wir sie mit dem vergleichen, was wir kennen. Zum
Beispiel mir der Beziehung zu jemanden, den wir mögen. |
Den Blick auf das Leben nach dem Tod mit Berufung in Verbindung zu bringen, erscheint ungewöhnlich. Aber wir begreifen nur dann, was Gott von uns in diesem Leben wünscht, wenn wir das Ziel kennen, zu dem er uns führen will. Und das ist viel mehr als nur...:
Himmel - Hölle - Fegefeuer; das sind keine Orte, in die wir verfrachtet werden. Das sind Zustände, die ihren Anfang schon in dieser Welt nehmen. Alle Unterscheiden sich nur in einem voneinander: Der Bereitschaft, das zu anzunehmen, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. |
Glauben heißt Lieben; Lieben heißt auf den schauen, den
man liebt. Menschen, die in eine tiefe Gottesbeziehung eintauchen, genießen immer öfter die Ruhe und Beschaulichkeit des Rosenkranz. Stille? Ruhe? Beschaulichkeit? - Das scheint gerade für den wortreichen Rosenkranz nicht zutreffend zu sein. Doch der Rosenkranz ist kein Geplapper, sondern ein Gebet der Ruhe. |
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Mag sein, dass es einen Gott gibt. Davon sind auch die Teufel und sie Satanisten überzeugt. Nachfolge besteht nicht in der Erkenntnis - und auch nicht in der eigenen Aktivität. Sondern darin, sich erlösen zu lassen. Worauf es allein ankommt, ist das, was Gott wirkt, nämlich unsere: Wir Christen glauben an Jesus von Nazareth - weil wir sicher sind, sonst des Todes zu sein. Denn es kommt noch einiges auf uns zu... |
Priester sind berufen... Nonnen sind es auch... klar, auch die Mönche...
Aber ich?
Dass das eigentliche Amt in der Kirche das Amt eines jeden Einzelnen Christen sein soll, wird immer wieder behauptet. Hier wird dieser Gedanke allerdings mit Inhalt gefüllt. Jeder, der diese Katechese liest, sollte sich ein wenig froher fühlen - und vor allem besonders. |
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| Gott lieben mit der Kirche | ||
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Der eigentliche Beginn der Nachfolge Jesu - der Umgestaltung DURCH Jesus - ist die Taufe. Besonders schön und deutlich wird dies, wenn wir einen Erwachsenen taufen. Aber auch bei den "Wiegen-Christen" entfaltet sich oft sehr beeindruckend, was grundgelegt wurde in:
Die Taufe gilt als Eingangstor in die Kirche - wer sich taufen
lässt, der entscheidet sich für ein Leben in der Kirche
- und mit ihr. Dummerweise werden die meisten von uns getauft, ohne
dass sie gefragt wurden. |
Wer weiß, was das allgemeinde Priestertum ist, der wird auch keine Schwierigkeiten mit den "besonderen Priestern" haben. Und wer weiß, wozu ein geweihter Priester berufen ist, wird auch die Berufung des Christen neu lieben. Leider ist aber:
Priester - sind das besonders heilige Menschen? Oder so etwas wie "Gemeindemoderatoren?" Profi-Problemlöser durch den direkten Draht zu Gott? Predigtspezialisten? Göttliche Sozialarbeiter? Oder was? |
Hoppla - gehört die Diskussion um das Zölibat nicht in die Kategorie "Kirchenkritik?" - Dass das Zölibat, nach wie vor Stein des Anstoßes, noch nciht abgeschafft wurde, liegt nicht daran, dass wir Katholiken Freude am Widerspruch haben. Sondern daran, dass wir durch das Zölibat sowohl die Berufung i allgemeinen, als auch den Priester- und Ehe-Ruf besser verstehen.
Priester sind arm dran: Die dürfen nicht heiraten. So glaubt zumindest Otto Normalglauber. Dass die das eventuell freiwillig tun, verstört dann besonders. Worum geht es also beim Zölibat? |
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Das größte, was ein Christ tun kann, ist sich Gott hinzuhalten
- sich lieben zu lassen - sich verwandeln zu lassen. Was soll dieses ganze Gerede von "Leib Christi", von
Kommunion und Gemeinschaft? Und warum, bitte, soll ein Christ an dieser
Insider-Veranstaltung teilnehmen? Glauben kann man doch auch ohne
Messe. Oder? |
Berufung, Glaube und Nachfolge mag vielleicht als ein persönliches Geschehen zwischen Dir und Gott begonnen haben - es mündet aber immer in der Kirche, denn das sollst Du ja werden. Fragt sich nur:
Die Kirche ist mehr als nur eine Glaubensgemeinschaft, der man beitreten kann, wenn man's braucht. Sondern sie ist Gottes Weg, uns zu erlösen. |
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