Die sieben Traktate der
Dogmatik: 3. Soteriologie (Erlösungslehre)
I. Was ist Sünde?
Der Sündenfall Adams, die Erbsünde: Unterschied zwischen "Aktuell"
und "Habituell";
Text: Die Erbsünde als Proprium christlicher Anthropologie
II. Gebote, Gewissen, Gnade
Gebote dienen der Selbstbesinnung - nicht der "Orthopraxie"
Gewissensspruch = Richterspruch
Gewissen - die Frage nach Gut und Böse ist unausweichlich, die Antwort
kulturbedingt
Irrendes Gewissen: Der Unterschied zwischen Nicht-Wissen und Ignoranz
III. Vergebung - Wiedergutmachung - Strafe
Vergebung
Buße
Strafe
Die Sünde gegen den Heiligen Geist: "Verweigern einer Spritze"
Fazit: Alle Sündhaftigkeit verursacht zuallererst eine Selbstverstümmelung;
jede Vergebung bedeutet also Heilung - ist also nichts äußerliches,
sondern setzt Mit-wirkung voraus. ("Schönheit, die von innen
kommt")
I. Der Ausgangspunkt: Die Unfähigkeit des Menschen
Wir halten das Ergebnis des letztens Abends fest: Der Mensch ist gefangen
in sich selbst (verkrümmt in sich) (Lk 13, 10-17 - die verkrümmte
Frau).
Gerade da, was er erreichen will (die Heiligkeit) ist die Voraussetzung
dafür, es zu erreichen.
oder:
Gerade das, was dem Menschen die Gemeinschaft mit Gott schenken will
(die Gnade) wird vom Menschen zwanghaft abgelehnt.
Die Sünde des Menschen ist durchaus mit dem klassischen Fall der
(Drogen-)Sucht zu beschreiben.
II. Der Weg der Erlösung: Gott wird Mensch - in letzter Konsequenz
Der Gang der christlichen Erlösung geht nun nicht davon aus, dass
der Mensch
durch einen Gerechtigkeitsverzicht erlöst wird (Gott verzicht auf
Schuldbegleichung)
durch einen äußeren Akt erlöst wird (durch Zauberei, Magie
oder einen Schöpfungsakt Gottes)
durch einen Machtakt von äußeren Zwängen befreit wird
(Batman-Modell)
Erlösung braucht 1. innere Heilung, 2. Überwindung des Bösen
durch Leiden
ad 2) Die Überwindung des Bösen geschieht nicht durch einen
Machtakt, sondern durch Leiden
ad 1) Die Innere Heilung geschieht durch das "Geheimnis der Stellvertretung"
Diesem christlich-katholischem Modell sind die alttestamentlichen Opfervorstellungen
vorgelagert - sie sind Vorausbild des Opfers Jesu.
III. Die individuelle Erlösung
Die Erlösung durch Jesus geschieht ohne zutun des Menschen - Gott
heilt die äußere Ungerechtigkeit durch sein Tun allein. Aber
die Teilhabe des Einzelnen an dieser Erlösung geschieht durch einen
Akt der freien Willensausübung. Hochform dieser Teilhabe ist die
"Kommunion" - der Empfang des Taufsakramentes bzw. der Eucharistie.
Zur Teilhabe gehört auch die Betrachtung des Leides Jesu - und dadurch
des Mitleidens.