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Grundkurs des Glaubens - Soteriologie

Der katholische Glaube ist reich. Und leider auch etwas unübersichtlich, wenn es gilt, ihn systematisch darzustellen. Das liegt vermutlich nicht so sehr an der Unorganisiertheit der Theologen, sondern an der unterschiedlichen Gewichtung unserer Fragen. Mal wollen wir wissen, ob es einen Gott gibt, dann fragen wir nach dem Zölibat und schließlich wundern wir uns über die Haltung der Kirche zur Homosexualität. Alles drängende Fragen - aber in unterschiedlicher Gewichtung.

Unser Homepage hat sich zunächst vorgenommen, den Fragen der Jugendlichen von heute gerecht zu werden. Gelegentlich wird aber, nachdem psychologische Stolpersteine (wie Zölibat und Hexenwahn) aus dem Weg geräumt wurden, die Frage nach einem systematischen Durchgang durch alle Bereiche des Glaubens laut.

Nun, die klassische Theologie bietet tatsächlich ein System an, in dem der Glaube umfassend dargestellt werden kann: Die "Sieben Traktate der Dogmatik". - Ich gebe allerdings zu, dass ich mich in diesem "Grundkurs des Glaubens" eher locker an diesen klassischen Vorgaben orientiert habe. Hier nun ein erster Versuch, der bei Gelegenheit noch ergänzt und überarbeitet werden soll:

Die sieben Traktate der Dogmatik: 3. Soteriologie (Erlösungslehre)
Der Grund der Erlösung: Unsere Sünde

I. Was ist Sünde?

Der Sündenfall Adams, die Erbsünde: Unterschied zwischen "Aktuell" und "Habituell";

Text: Die Erbsünde als Proprium christlicher Anthropologie


II. Gebote, Gewissen, Gnade

Gebote dienen der Selbstbesinnung - nicht der "Orthopraxie"

Gewissensspruch = Richterspruch

Gewissen - die Frage nach Gut und Böse ist unausweichlich, die Antwort kulturbedingt

Irrendes Gewissen: Der Unterschied zwischen Nicht-Wissen und Ignoranz


III. Vergebung - Wiedergutmachung - Strafe

Vergebung

Buße

Strafe

Die Sünde gegen den Heiligen Geist: "Verweigern einer Spritze"

Fazit: Alle Sündhaftigkeit verursacht zuallererst eine Selbstverstümmelung; jede Vergebung bedeutet also Heilung - ist also nichts äußerliches, sondern setzt Mit-wirkung voraus. ("Schönheit, die von innen kommt")

Der Weg der Erlösung: Der Tod Jesu

I. Der Ausgangspunkt: Die Unfähigkeit des Menschen

Wir halten das Ergebnis des letztens Abends fest: Der Mensch ist gefangen in sich selbst (verkrümmt in sich) (Lk 13, 10-17 - die verkrümmte Frau).

Gerade da, was er erreichen will (die Heiligkeit) ist die Voraussetzung dafür, es zu erreichen.

oder:

Gerade das, was dem Menschen die Gemeinschaft mit Gott schenken will (die Gnade) wird vom Menschen zwanghaft abgelehnt.

Die Sünde des Menschen ist durchaus mit dem klassischen Fall der (Drogen-)Sucht zu beschreiben.


II. Der Weg der Erlösung: Gott wird Mensch - in letzter Konsequenz

Der Gang der christlichen Erlösung geht nun nicht davon aus, dass der Mensch

durch einen Gerechtigkeitsverzicht erlöst wird (Gott verzicht auf Schuldbegleichung)
durch einen äußeren Akt erlöst wird (durch Zauberei, Magie oder einen Schöpfungsakt Gottes)
durch einen Machtakt von äußeren Zwängen befreit wird (Batman-Modell)

Erlösung braucht 1. innere Heilung, 2. Überwindung des Bösen durch Leiden

ad 2) Die Überwindung des Bösen geschieht nicht durch einen Machtakt, sondern durch Leiden

ad 1) Die Innere Heilung geschieht durch das "Geheimnis der Stellvertretung"


Diesem christlich-katholischem Modell sind die alttestamentlichen Opfervorstellungen vorgelagert - sie sind Vorausbild des Opfers Jesu.


III. Die individuelle Erlösung

Die Erlösung durch Jesus geschieht ohne zutun des Menschen - Gott heilt die äußere Ungerechtigkeit durch sein Tun allein. Aber die Teilhabe des Einzelnen an dieser Erlösung geschieht durch einen Akt der freien Willensausübung. Hochform dieser Teilhabe ist die "Kommunion" - der Empfang des Taufsakramentes bzw. der Eucharistie.

Zur Teilhabe gehört auch die Betrachtung des Leides Jesu - und dadurch des Mitleidens.

Das Ziel der Erlösung: Die Liebe

Über das Wesen der Liebe