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Marienerscheinungen
Seit 1830 häufen sich die Berichte von Marienerscheinungen innerhalb der katholischen Kirche. Maria erscheint ihren Kinder -
das können wir noch glauben. Aber warum? Und warum seit 1830 in zunehmenden Maße? Und warum gerade Maria - und nicht Jesus?
Um diesem Phänomen gerecht zu werden, stellen wir uns zuerst die Frage: In was für einer Zeit leben wir denn - seit 1830?
auch
als pdf-Datei erhältlich
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Das Übel unserer Zeit
Wir leben in einer Zeit, die vom Unglauben (Horizontalismus
- Antisupranaturalismus - Materialismus - Immanentismus -
die Ausdrücke meinen immer das Gleiche) geprägt ist. Es mag
hier gleichgültig sein, ob diese Strömung der Grund dafür
ist, daß der Glaube schwindet, oder aber ob «Horizontalismus»
nur ein anderes Wort für «Unglauben» ist.
Wir denken - auch als Christen und als Katholiken - zunehmend
in diesen innerweltlichen Kategorien; wir sind in dieser Welt
und können uns diesem Denken, das versucht, ohne Gott auszukommen,
nicht entziehen. Paul VI. spricht davon, daß «der Rauch Satans
in die Kirche eingedrungen ist». Damit meint er vielleicht
genau das: Daß wir, obwohl wir aufrichtig darum bemüht sind,
Gottes Offenbarung ganz zu leben, uns verführen lassen, das
Natürliche absolut zu setzen und das Übernatürliche zu leugnen.
Als ein Beispiel betrachten wir einmal unser Bittgebet: Wenn
wir für Opfer von Krieg und Naturkatastrophen beten - beten
wir dann, daß Gott ihnen Helfer schicken möge? Oder beten
wir, daß Gott ihnen helfe? Und wenn ein Krieg vom Frieden
abgelöst wird - sind wir uns bewußt, durch unser Gebet dazu
beigetragen zu haben? Die Fürbitten im Gottesdienst - sind
sie nur ein andachtsvolles Gedenken - oder eine vertrauensvolle
Bitte um das Eingreifen Gottes?
Das Rechnen mit der Güte und Allmacht Gottes findet auch
im gläubigen Volk der Kirche noch wenig Anhang. Immer mehr
wird alles, was gnadenhaft und göttlich ist, verdrängt. Heute
gilt beispielsweise:
-
Gebet ist Selbsterfahrung, Selbstheilung. Jede Antwort
im Gebet wird als Stimme des Unterbewußten gedeutet
-
Sünde ist Krankheit, «anderes» Verhalten, therapierbar
-
Wunder sind Parabeln, Bilder, Massenphänomene, hysterische
Phänomene
-
Sakramente sind nur Heilszeichen, Verdeutlichungen, Bilder,
Symbolhandlungen
-
Das Lehramt ist soziologisch und geschichtlich gewachsen,
bar jeder Geistbegabung
-
Die Bibel ist literarisch zu sehen und zu verstehen,
die Inspiration wird abgelehnt
-
Der Teufel ist abgeschafft, das Böse lebt nur in Strukturen
-
Die Hölle gibt es nicht mehr, bzw. ist leer
Im Grunde läuft alles auf die Abschaffung des Glaubens hinaus,
aber eben so schleichend und unbemerkt, daß es Vorstufen gibt,
die wir noch als christlich empfinden und nicht energisch
genug bekämpfen. So eben die o.g. Geistesströmungen.
Die «Epoche des Teufels»
In dem Film «Die üblichen Verdächtigen» heißt es: «Der größte
Trick, den der Teufel jemals gebracht hat, ist die Welt glauben
zu machen, daß es ihn nicht gäbe». In dem Film «Im Auftrag
des Teufels» sagt der Teufel: «Bei allen großen Fortschritten
habe ich meine Finger im Spiel gehabt. Ich bin ein Fan der
Menschen! Ich bin Humanist. Kein Mensch, der noch ein bißchen
Verstand besitzt, wird ernsthaft leugnen, daß das vergangene
Jahrhundert mein Jahrhundert gewesen ist.»
Wir Christen kommen nicht darum herum, die Existenz des Teufels
als eine bösartige und intelligente Quelle anzunehmen, wenn
wir die Geschichte verstehen wollen. Unser Leben besitzt eine
Ernsthaftigkeit, die es notwendig macht, Position zu beziehen.
Mit der Abschaffung des Satans und der Hölle, also der Leugnung
der realen Möglichkeit, sich gegen Gott zu entscheiden (s.
Rahner und das anonyme Christentum), wird jede Lebensentscheidung
bedeutungslos und somit jede Erlösung überflüssig:
Wenn es keinen Satan gibt, gibt es auch keine Hölle.
Wenn es keine Hölle gibt, gibt es auch keine Sünde, die von
Gott auf Dauer trennt.
Wenn es keine Sünde gibt, brauchen wir auch keine Erlösung.
Also brauchen wir auch keine Sakramente, vor allem nicht die Eucharistie
und die Beichte.
Also ist auch an Maria nichts Besonderes, ebensowenig brauchen wir
die Kirche.
Wir kommen also sehr gut ohne Gott und Glauben aus.
Wir kommen sehr gut ohne Gott und Glauben aus, selbst, wenn
wir dessen Existenz nicht leugnen! Wir können gottlos leben
und trotzdem (aus kulturellen oder sozialen Gründen) einer
Religionsgemeinschaft angehören. Das ist der praktische
Atheismus, die Geißel unserer Zeit.
Seit wann ist das so?
Aufgekommen ist das langsame, heimliche Leugnen (im Gegensatz
zum offenen Glaubensabfall, den es schon immer gegeben hat)
im 19. Jahrhundert, also 1800 und später, mit der Aufklärung,
vor allem mit den französischen Aufklärern. Eine konkrete
Ausformung war z.B. die französischen Revolution. Die Leugnung
der Existenz des Bösen - auch ein Zeichen des Materialismus
- begann mit der Zeit der Aufklärung.
Und nun komme ich - indem ich zwei marianische Paralellen
zum oben Gesagten ziehe - zum Thema des Vortrages:
1. Genau seit dieser Zeit beginnen die Marienerscheinung
der Neuzeit (warum diese sich von den früheren Erscheinungnen
unterscheiden, wird noch herausgestellt); und zwar beginnend
mit den ersten Marienerscheinungen in Frankreich: In
der Rue du Bac, in Pontmain, in Lourdes. Denn in Frankreich
hat ja der praktische Atheismus seinen Ausgangspunkt!
2. Die im praktischen Atheismus gemachten ersten Schritte
- Leugnung des Bösen, der Sünde, der Erlösung, der Sakramenten
und der Kirche - finden ihren Widerspruch ausdrücklich in
den Marienerscheinungen der Neuzeit: Warnung vor dem Bösen,
Mahnung zur Umkehr und Ablassen von der Sünde, Hinweis auf
die einzige Erlösung in Christus, Mahnung zum Gebet, zur Buße
und Beichte und zur Eucharistiefrömmigkeit, ausgesprochene
Beichtpraxis und Kirchlichkeit.
Analysiert man die Botschaften Mariens, von der Rue du Bac
bis nach Medjugorje, so finden sich genau diese Elemente im
Kern der Botschaften. Der «Epoche des Teufel» steht somit
Zug umg Zug das marianische Zeitalter gegenüber.
Maria als Prophetin des Neuen Bundes
Ein Prophet ist Gottes Sprachrohr
Ein Prophet ist jemand, der das «göttlich Richtige und Wahre» sagt,
der Prophet ist jemand, der erfüllt ist von Gottes Geist und deshalb
zum Sprachrohr Gottes wird. Der Prophet ist dem Priester gegenübergestellt,
ergänzt ihn und bewahrt ihn. Während der Priester auf die Lehre
und Tradition bezogen ist, schöpft der Prophet seine Autorität
aus der Offenbarung. Beide stützen sich gegenseitig.
Ein Prophet ist ganzheitlich
Prophetie ist nicht nur Gerede, Vortrag und mündliche Mahnung. Prophetie
ist verbunden mit Symbolhandlungen (Hos 1,2: Der Prophet heiratet eine
Kultdirne um die Prostitution des Volkes zu kritisieren), mit Zeichen
und Wundern (2 Kön 5; Naaman wird vom Aussatz befreit), mit Visionen
(Jes 6; Jesaja sieht in einer Vision seine Berufung zum Propheten) und
Auditionen.
Ein Prophet ist politisch
Ein Prophet spricht nicht nur von Frömmigkeit und Theologie; vielmehr
spricht er in seine Zeit hinein, d.h. er antwortet auf Fragen der Zeit,
mahnt entgegen dem Zeitgeist und warnt vor falschen Entwicklungen. Die
Warnung ist verbunden mit dem Aufzeigen von (fatalen) Konsequenzen, das
Beherzigen der Mahnungen mit Verheißungen. Das Anliegen der Prophetie
ist also nicht die Weissagung und Vorhersage, sondern die Umkehr.
Ein Prophet ermutigt zur Umkehr und Neubeginn
Propheten zeigen Wege auf, zu Gott zurückzukehren. Sie mahnen nicht
nur, um zu kritisieren, sondern um Neubesinnung und Neubeginn zu ermöglichen.
Prophetie hat, trotz aller Gesellschafts- und Religionskritik,
ein positives Anliegen: Das Volk soll das Gute ergreifen und sich der
Zuneigung Gottes bewußt werden. Dazu ermutigen Propheten, indem
sie die Verheißung und den Lohn Gottes vor Augen führen.
Ein Prophet hilft, die Zeichen der Zeit zu verstehen
Ein Prophet öffnet die Augen für die verborgenen Gründe,
die zu den Mißständen geführt haben. Er kritisiert nicht
nur die Mißstände, er hilft auch zu verstehen, wie es dazu
gekommen ist. Er öffnet die Augen derjenigen, die bereit sind, sich
und die Gesellschaft zu bessern.
Maria als Prophetin
Dass Maria in ihrem Wesen und Handeln diesen Kritierien entspricht, zeigt
sich, wenn wir die Erscheinung einmal im Einzelnen betrachten:
- Sie ist das Sprachrohr Gottes in die Zeit hinein,
- ihre Botschaften sind ganzheitlich, verknüpft mit Visionen,
Audition, Bildern und Gegenständen.
- Die Zielrichtung der Marienerscheinungen ist nicht nur die reine
Frömmigkeit, sondern sie mischt sich in die Politik ein. Nachdem
sich die Kirchengeschichte und die Profangeschichte endgültig getrennt
hatte, verknüpft Maria wieder das Geschehen in der Welt mit dem
göttlichen Plan. Sie bezieht sich auf die Verhältnisse der
Zeit.
- Maria gibt uns eine Fülle von Verheißungen (weltliche,
ewige, persönliche und allgemeine).
- Wir erfahren nicht nur, wenn wir auf die Bedürfnisse der Welt
schauen, daß die Marienerscheinungen darauf die entsprechenden
Antworten geben, sondern wir können auch umgekehrt anhand der Botschaften
erkennen, wo die «Knackpunkte» unseres Zeitgeschens liegen. Wie eine
echte Propheten öffnet Maria uns die Augen, um zu erkennen, was
zu tun ist und wo wir den göttlichen Hebel der Gnade ansetzen müssen.
Nun aber zu den einzelnen Erscheinungen.
Die wichtigsten Marienerscheinungsorte
Rue du Bac
Zum Erscheinungsort:
Katharina Labouré, geb. am 2.5.1806 als Zoe Labuoré, trat
1830 bei den Barmherzigen Schwestern des heiligen Vinzenz
von Paul ein. Bis zu ihrem Tod am 31. Dezember 1876 widmet
sie sich bescheiden und hingebungsvoll den Alten und Kranken,
nachdem sie zuvor in der Küche gearbeitet hat.
In der Nacht zum 19. Juli 1830 sah sie die Gottesmutter,
die ihr empfahl, am Altar der Kapelle des Klosters in ihren
Leiden und Bedrängnissen Trost zu suchen. Ihrem Beichtvater
mußte sie ausrichten, daß Mißstände in ihrem Orden abgestellt
werden sollten.
Am 27. November 1830 erschien ihr die Gottesmutter wieder:
Sie stand auf einer Halbkugel, wobei sich unter ihren Füßen
eine Schlange wand (dieses Bild symbolisiert die Unbefleckte
Empfängnis Mariens), von den Ringen ihrer Finger ging ein
wunderbares Licht aus. Dann läßt Maria die Hände nach unten
sinken, und Ströme von Licht fallen auf die Erde (das Bild
symbolisiert die Mittlerin der Gnaden). In einem Halbkreis
erscheinen um Maria die goldenen Buchstaben: «O Maria, ohne
Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere
Zuflucht zu dir nehmen.»
Sie hört die Worte: «Laß eine Medaille nach diesem Bild prägen.
Wer sie trägt, wird große Gnaden empfangen...».
Zur Bedeutung der Erscheinung:
Neu an der Erscheinung ist vor allem die Aussage Mariens,
eine Botschaft für die ganze Welt zu haben. Auch wenn Maria
hinzufügt, daß sie vor allem Frankreich gilt, ist diese Botschaft
universal. Von nun werden sich alle Erscheinungen Mariens
nur vordergründig auf eine einzelne Person beziehen, im Hintergrund
aber werden sie die Erde und alle Menschen zum Ziel haben.
Das ist das eigentlich neue an den Marienerscheinung
ab 1830. Auch zuvor hat es immer wieder Marienerscheinungen
gegeben, aber immer war die Botschaft nur an die Person gerichtet,
die die Vision hatte.
Wenn es heißt: «Die Gnaden werden überreich sein für jene,
die die Medaille mit Vertrauen tragen», dann schaltet der
moderne Mensch ab. Hier wird die Materie, die doch für den
modernen Menschen Selbstzweck ist, zum Instrument des Unsichtbaren.
Hier verschmelzen die beiden Regionen, die der Skeptiker so
gerne trennt: Das Greifbare und das Unbegreifbare. Das Prinzip
der Inkarnation, der Fleischwerdung, wird so auch hier festgehalten.
Damit wird ein erster, wichtiger Gegenpol zum Materialismus
gesetzt.
Desweiteren wird in der Rue du Bac angekündigt, was erst
24 Jahre später geschehen wird: Die Verkündigung des Dogma
von der unbefleckten Empfängnis Mariens im Jahre 1854. Dogma
und Vision ergänzen sich so gegenseitig, wie der Prophet und
der Priester sich ergänzen.
Die zentrale Botschaft aber ist die der Hoffnung: Gott ergreift
die Initiative, wir sind nicht allein, der Teufel, die Schlange
zu Füssen Mariens, wird zertreten; es gibt keinen Grund zur
Verzweiflung.
La Salette
Zum Erscheinungsort:
Zwei Hirtenkinder, der elfjährige Maximin Giraud und die
fünfzehnjährige Melanie Calvet (oder Calvat - oder Mathieu?)
wurden am 19. September 1846 in einer Senke des Sesia-Baches
Zeugen eines überirdischen Geschehens: Eine Lichtkugel, die
um sich selbst rotiert und sich dann öffnet, wird für die
Kinder sichtbar. In ihrem Inneren sehen sie eine menschliche
Gestalt, die auf einem Stein neben der seit Monaten ausgetrockneten
Quelle sitzt, die Ellbogen auf die Knie und den Kopf in die
Handflächen gestützt.
Den vom Glanz geblendeten Kindern ruft die Gestalt, das Gesicht
von Tränen überströmt, entgegen, Mut zu fassen und näher zu
kommen. Sie wolle, so sagt sie, eine große Botschaft überbringen.
Um ihren Kopf waren Rosen gewunden, die leuchteten. Die während
der ganzen Erscheinung weinenende «schöne Dame» richtete den
Kindern in französischer Sprache aus: «Wenn mein Volk sich
nicht unterwerfen will, muß ich den Arm meines Sohnes walten
lassen. Er ist so mächtig und drückt so schwer, daß ich ihn
nicht aufhalten kann.» Maria kündigt großes Unheil an.
Danach spricht sie über die Sonntagsheiligung, über das Gebet
und über die Fastengebote. Die Botschaft schließt mit dem
Satz: «Nun denn, meine Kinder, laßt dies mein ganzes Volk
wissen».
Die Bedeutung der Erscheinung:
Über die Tränen Mariens ist viel geschrieben worden; und
die Theologen haben noch nicht aufgehört, darüber nachzudenken,
wie denn diese Tränen mit der seligen Gottesschau zu vereinbaren
sind.
Nimmt man aber die Erscheinung in Verbindung mit der Zeit
(1846 trafen sich in Paris junge Menschen als Protest gegen
die religiösen Normen jeden Sonntag zum Satanskult) und auch
in Verbindung mit der Folge-Geschichte (noch nie hat die Welt
so gezielt versucht, ein religiöses Phänomen zu torpedieren),
so trifft vermutlich die Antwort Papst Pius IX., als er nach
dem Kern des großen Geheimnisses von La Salette gefragt wurde:
«Sie wollen die Geheimnisse von La Salette wissen? Nun, das
sind sie: Wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle zugrunde
gehen.»
Vieles, was Päpste erst hundert Jahre später in ihren Botschaften
aufnahmen, wurde schon in La Salette ausgesprochen. Damals
noch unerhört, spricht später Papst Paul VI. selbst von der
«Selbstzerstörung der Kirche», vom «Rauch Satans in der Kirche».
Vieles von dem, was in La Salette angekündigt worden ist,
ist nicht eingetroffen. Aber (wie oben angemerkt) sind Prophetien
keine Vorhersagen, sondern Warnungen, die nicht eintreffen,
wenn sie beherzigt werden. Oder - die verschoben werden können.
Dem entspricht, daß Maria auch später wieder als weinende
Muttergottes erscheint (siehe Syrakus und Maasmechelen).
Lourdes
Zwischen den Erscheinungen in Lourdes und in der Rue du Bac
liegt die Dogmaverkündung von 1854, und von daher erfährt
die «Unbefleckte Empfängnis» die zentrale Bedeutung für das
marianische Zeitalter. Sie zeigt uns den Himmel und macht
uns Hoffnung, während unsere Welt eher zur Verzweiflung Anlaß
gibt.
Die Geschichte Lourdes möchte ich hier nicht wiedergeben,
ich setze sie als bekannt voraus.
Die Bedeutung der Erscheinung
Wenn die Erscheinung von Lourdes eine Bestätigung des Himmels
zur Dogmaverkündigung von 1854 und der Ausblick auf eine heile
Welt ist, so läßt sich die Bedeutung vielleicht in dem Gegensatz
zusammenfassen: «In Lourdes wird der Himmel hineingestellt
in eine kranke Welt.» Unsere liebe Frau von Lourdes mahnt
mit einem einzigen Wort die Welt: «Buße» (in Lourdes gleich
dreimal mit besonderer Bedeutung ausgesprochen), und sie läßt
die Hl. Bernadette auch eine prophetische Zeichenhandlung
vollziehen: Sie ißt bittere Kräuter und wäscht sich
im Schlamm. Aber - Maria gibt auch das Zeichen ihrer Heilkraft
(bzw. der Heilkraft ihres Sohnes), indem aus dem Schlamm eine
Quelle aufbricht, die Lourdes zum Ort der Heilungswunder werden
läßt.
Damit steht Lourdes ganz in der biblischen Tradition der
Umkehrrufe des Johannes des Täufers und der Heilungswunder
Jesu. Die Offenbarung ist zwar mit dem Tod des letzten Apostel
abgeschlossen, aber sie wirkt fort - nicht, indem sie Neues
hinzufügt, sondern indem sie gegenwärtig bleibt, wie auch
die Eucharistie eine Vergegenwärtigung des Heilsgeschehen
am Kreuz ist. Lourdes ist biblisch.
Papst Johannes Paul II. bezeichnet Lourdes als «Thron des
eucharistischen Geheimnisses, das alle anderen an Herrlichkeit
in der katholischen Welt übertrifft.»
In der Lourdes-Enzyklika Pius XII. heißt es: «Marienverehrung
ist die kollektive Bewegung zur christlichen Erneuerung der
Gesellschaft». Erneuerung - eines der wesentlichen Elemente
der Marienverehrung und damit auch der Marienerscheinung.
Pontmain
Nur ganz kurz: Am 17. Januar 1871 kündigt Maria in Pontmain
das baldige Ende des deutsch-französischen Krieges an. «Aber
betet, meine Kinder. Gott wird euch bald erhören, mein Sohn
wird sich rühren lassen.» Nur 11 Tage später, am 28. Januar,
wird der Waffenstillstand unterzeichnet.
Auch in Fatima sagt Maria: Der Krieg geht bald zu Ende. Damit
kommt ein neues, prophetisches Element in die Marienerscheinung
hinein: Der Vorstoß in den politischen Raum.
Fatima
Zeitgeschichtlicher Rahmen:
Die zeitgeschichtlichen Zustände Portugals waren damals niederdrückend:
Ermordung König Karls I. und Kronprinz Ludwig Philipps (1.
Februar 1908), Verschwörung, Revolution in Lissabon am 4.
Oktober 1910... moralischer, politischer und wirtschaftlicher
Niedergang; die Freimauerer hatten die Macht in Händen, Alfonso
Costa prophezeite die Erledigung des Katholizismus innerhalb
zweier Generationen...
In einer Radioansprache sagte der Papst am 31. 10. 1942:
«In einer tragischen Stunde der Finsternis und Verwirrung,
da das portugiesische Staatsschiff abgeirrt war von dem Kurs
der Traditionen und wie verloren im antichristlichen und antinationalen
Wettersturm dem Schiffbruch entgegenzutreiben schien, da griff
der Himmel helfend ein. Und aus der Finsternis strahlte das
Licht auf, aus dem Chaos tauchte die Ordnung empor...»
Ein Historiker von Rang hat das Jahr 1917 als das entscheidende
Jahr in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bezeichnet,
und zwar deswegen, weil damit das Zeitalter der Weltideologien
beginnt. Denn in diesem Jahr schalten sich von Westen
her die Vereinigten Staaten von Amerika durch ihre Kriegserklärung
an Deutschland vom 6. April in die Geschichte Europas ein,
während im Osten der Ausbruch der bolschewistischen
Revolution in Rußland am 17. November jene zweite ideologische
Macht auf den Plan ruft, die bis 1989 die Welt in Spannung
halten soll. Zwischen diesen beiden Ereignissen liegen die
Erscheinungen der Gottesmutter in Fatima vom 13. Mai bis zum
13. Oktober 1917.
Maximilian Kolbe erlebt 1917 eine Demonstration auf dem Petersplatz,
bei der Freimaurer anläßlich ihrer 200-Jahr-Feier Satansbanner
mitführen, auf denen die Losung steht: «Satan soll herrschen
im Vatikan, und der Papst wird ein Sklave sein.» (Bezug zum
3. Geheimnis von Fatima), und gründet daraufhin mit sieben
jungen Freunden die Immaculata(!) -Miliz.
Am 13. Mai wurde der spätere Papst Pius XII. zum Bischof
geweiht.
Bedeutung der Erscheinung
In der dritten Erscheinung Mariens, am 13. Juli 1917, sehen
die Seherkinder eine Vision der Hölle, die ihnen Schrecken
und Entsetzen einflößt; am 13. Oktober 1917 geschieht das
sogenannte Sonnenwunder. Beide in Zusammenhang gebracht bildet
den Rahmen für die eine, immer gleiche marianische Botschaft:
«Betet, betet, betet, tut Buße, bringt Opfer für die Sünder,
die Leute sollen sich bessern und um Verzeihung ihrer Sünden
bitten, sie sollen den Herrn nicht mehr beleidigen, der schon
zu viel beleidigt wurde.» Damit drückt sich das marianische
Programm als Heilmittel für die Schwächen unserer Zeit aus:
Der mangelnde Glaube an die Ernsthaftigkeit unserer Freiheit,
die Leugnung der Sünde, der Hölle und des Bösen.
Gleichzeitig wird aber auch in der zweiten o.g. Erscheinung
der Sieg über die Übel der Zeit als Verheißung im Sonnenwunder
bildlich dargestellt: «Ein großes Zeichen erschien am Himmel,
eine Frau, mit der Sonne umkleidet, den Mond unter ihren Füßen
und ein Krone von 12 Sternen auf ihrem Haupt» (Offb 12,1).
Fatima ist somit genauso biblisch gegenwärtig wie Lourdes,
Maria als Heilszeichen und prophetische Frau genauso mahnend
wie verheißend.
Fatima ist vor allem mit der Geschichte unseres jetzigen
Papstes verbunden, verbunden auch mit dem Anfang und dem Ende
des kalten Krieges. Viele Ereignisse ranken sich um den 13.
Mai oder den 13. eines anderen Monats, vom Papst-Attentat
(13. Mai 1981, an diesem Tag erneuerten die Bischöfe Portugals
die Weihe an das unbefleckte Herz und beteten für den Papst,
noch bevor die Nachricht des Attentats nach Portugal kam)
bis hin zur Verhinderung eines Atomschlages der UdSSR. Während
der Erscheinungen in Fatima findet die berühmte Reise Lenins
durch Deutschland und Schweden statt, die im Herbst zur Revolution
in Rußland führt.
Genauso wie Fatima mit dem Ende des 1. Weltkrieges, Pontmain
mit dem Ende des deutsch-französische Krieges verbunden ist,
so ist eine weitere Erscheinung mit dem zweiten Weltkrieg
verbunden: Die Erscheinung Mariens in Belgien, in Beauraing
und Banneux 1932 und 1933, dicht an der deutschen Grenze.
Beide Erscheinungen zielen auf das Gebet, beide gelten vermutlich
dem nationalsozialistischen Deutschland.
In allen Erscheinung tritt Maria als Prophetin auf, die Umkehr
fordert, die Hoffnung stärkt, zum Gebet (vor allem des Rosenkranzes)
auffordert und die Macht der Sünde in die Erinnerung der Menschen
ruft. Verbunden mit der Mahnung, das Böse nicht zu unterschätzen,
weist sie immer auch auf das Heilmittel hin: Die Weihe an
das unbefleckte Herz Mariens.
Medjugorje
Und wieder ist Krieg in Europa, und wieder erscheint Maria:
In Medjugorje. Diese Erscheinungsort steht so sehr in der
Tradition der bisherigen Orte, daß es schwer fällt, den Blick
nicht darauf zu richten: Maria ruft zur Umkehr auf, zum Gebet,
zum Rosenkranz. Sie mahnt und verheißt, sie erscheint mit
dem Anspruch, eine Botschaft für die Welt zu verkünden (und
nicht nur für die Seher). Sie erscheint als die Immaculata,
die uns die Liebe ihres Sohnes bringen will.
Und genauso wie in den vorangegangenen Orten, hat der Widersacher
wieder seine Hände im Spiel: Unwahrheiten, Diskriminierung
auch vonseiten kirchlicher Stellen, Agitationen und Ablehnung
begleiten die Erscheinungen und die stetig wachsende Zahl
von Pilgern, die das gegenteilige Zeugnis ablegen.
Während Lourdes mit der wunderbaren Quelle «das Heilmittel
in einer kranken Zeit» ist, indem dort Menschen mit körperlichen
Gebrechen Heilung oder Trost finden, so ist Medjugorje das
Heilmittel für die tieferen Krankheiten, die unsere Zeit hervorruft:
Krankheiten der Seele, der Moral und der Lebensführung. In
Medjugorje geschehen nicht weniger Wunder als in Lourdes,
nur sind es keine medizinischen Wunder (obwohl auch davon
berichtet wird), sondern die Wunder der Bekehrung im religiösen
und moralischen Sinne.
Noch kann die Kirche keine Stellung zu den Erscheinungen
nehmen, da sie nicht abgeschlossen sind. Wenn aber Papst Johannes
Paul II. schon mehrfach den Wunsch geäußert hat, in Medjugorje
zu beten, so dürfte damit die grundsätzlich positive Haltung
zum Ausdruck kommen.
Und somit ist auch die prophetische Botschaft Medjugorjes
deutlich: Die Folgen des Glaubensabfalls und des Materialismus
sind nun nicht mehr nur noch Krieg und Gewalt, sondern vor
allem die Unordnung der Seelen, der moralische und geistige
Verfall der Welt. Neben dieser Mahnung steht aber auch die
Verheißung der Immaculata: Ihr werdet den Triumph meines mütterlichen
Herzens erleben.
Grundsätzliches zu Marienerscheinungen
Der größte Marienverehrer, Ludwig Maria Grignion, schreibt
in seinem «goldenen Buch»: «Das erste Kommen Jesu geschah
in Verborgenheit; das zweite Kommen Jesu wird sich in Herrlichkeit
vollziehen. So ist es auch mit Maria: Zuerst liebte und lebte
sie in Verborgenheit und Armut - jetzt bereitet sie in der
Herrlichkeit der Erscheinungen ihr Volk auf die Ankunft des
Herrn vor.» So schreibt auch schon Kaiser Konstantin der Große
vor 1300 Jahren.
Wenn es in der Offenbarung des Johannes heißt (Kap 12,1):
«Ein großes Zeichen erscheint am Himmel» so ist damit Maria
zu einem Zeichen der Endzeit, der Entscheidung und der Verheißung
erhoben. (Rundschreiben Paul VI.: Signum magnum über
Maria, 13.5.1967)
Maria ist als Mutter der Kirche nicht nur Bild des Volkes
Israel und des neuen Volkes, sondern als Braut des Heiligen
Geistes auch Mittlerin der Gnaden - und auch Mittlerin der
Mahnungen und Verheißung. (Als Mittlerin bezeichnet sich Maria
bereits 1846 in La Salette, im Bild ist dies sogar schon in
der Rue du Bac vorweggenommen). Die Prophetin und damit die
Gestalt der Kirche ist Maria, nicht Petrus und
nicht Johannes.
Wir leben in einem marianischen Zeitalter. Das zeigen
nicht nur die großen, neuerdings universalen Botschaften Mariens
seit 1830. Neben den anerkannten Erscheinungen (1830 in der
Rue du Bac, 1846 in La Salette, 1858 Lourdes, 1871 Pontmain,
1917 Fatima, 1932 Beauraing, 1933 Banneux, 1950 in Syrakus
die weinende Madonna) gibt es zahlreiche weitere Erscheinung
und Privatoffenbarungen. Zwischen 1928 und 1971 wurden 210
Marienerscheinungen registriert (von 1830 bis 1984: 379) (mit
Spitzenzahlen in den Jahren 1933 (14), 1947 (18), 1948 (29)
und 1954 (18)), lediglich im Jahr 1941 wurde keine Marienerscheinung
festgestellt. Was die Erscheinungsort betrifft, so befinden
sie sich in verschiedensten Ländern (Israel, Ungarn, Litauen,
Brasilien, Spanien, Polen, USA, Philippinen, Griechenland
und China). Die Mehrheit ereignete sich in Italien (71), in
Frankreich (37), Deutschland (19), Belgien (17), Spanien (9),
USA (8) und Kanada (6), in jüngster Zeit wurde vor allem San
Damiano, Garabandal und Medjugorje bekannt.
Hiervon sind lediglich 40 negativ beurteilt, also abgelehnt
worden, und selbst diese schließen nicht immer das Verbot
des Kultes ein.
Grundsätzlich ist es die Pflicht eines Christen, dem Anspruch
einer Privatoffenbarung kritisch gegenüberzustehen. Satan
hat auch hier seine Finger im Spiel (die Schlange trifft die
Frau an der Ferse - der Sieg Mariens ist kein müheloser Sieg,
sondern setzt genau das voraus, was auch das Anliegen ihrer
Botschaft ist: Ernsthaftigkeit in der Entscheidung und Standhaftigkeit
im Leben. Und zudem gilt auch für Maria, was von Jesus gesagt
wird: Dieser wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird);
von einigen angeblichen Marienerscheinung ist es offentsichtlich,
daß es sich um Imitationen des Teufels handelt. Ja, sogar
während der Erscheinungen in Lourdes hatte die kleine Bernadette
mit den Einflüsterungen Satans zu kämpfen.
Es ist Vorsicht geboten, dem Urteil der Kirche vorzugreifen
oder sogar ungehorsam zu sein (s. Heroldsbach). Solange das
Urteil der Kirche aussteht, gibt es einige Kriterien aus der
Erfahrung der Kirche, die zur Echtheit von Privatoffenbarungen
(oder Teilen davon) angeführt werden können:
Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche.
Die Offenbarungen dienen dem Seelenheil - und nicht der Neugierde des
Menschen.
Die Visionen und der Empfangende fügen sich der Autorität
der Kirche.
Der Visionär zeichnet sich durch Ehrfurcht und Demut aus (und nicht
durch Rechthaberei, Ruhmsucht, Geltungssucht, Stolz, Eitelkeit)
Die Visionäre bedürfen zwar keiner besonderen Heiligkeit,
wohl aber psychische Gesundheit.
Die Offenbarungen zeichnen sich durch Transparenz aus (im Gegensatz
zu Zweideutigkeiten, Bizzarerien, Undurchsichtigkeiten)
Die Botschaften sind immer auf das Ganze des christlichen Glaubens bezogen
(sie zeigen keine Einseitigkeit, z.B. in der ausschließlichen
Betonung der Sünde, in der Überbetonung der Mittel gegenüber
dem Inhalt, des Äußerlichen und Nebensächlichen etc.)
An den Früchten werdet ihr sie erkennen (damit sind die Auswirkung
im Leben des Empfängers gemeint).
Fazit
Es wäre verfehlt, von den Überlegungen, die Grignion und Konstantin
der Große ausgesprochen haben, nun auf die nahe Wiederkunft Christi
zu spekulieren. Maria als prägende Gestalt unserer Zeit betont nur
die endzeitliche Dimension der nachchristlichen Zeit insgesamt; in einer
Epoche, wo das endzeitliche Bewußtsein zurückgebildet ist.
"Eschatologische" (endzeitliche) Zeichen dienen nicht der zeitlichen
Abschätzung der Weltendauer, sondern der Bereitung und Umkehr. Seit
Jesus Christus hat die Endzeit - oder vielmehr die Gnadenzeit - schon
begonnen. Mit Endzeit ist ja nichts anderes gemeint, als die Überlappung
von bloß Zeitlichem und Ewigem. Gegenüber dem Immanentismus,
der jede eschatologische Dimension der Zeit leugnet, betont Maria die
Qualität der Zeit als Heilszeit (=Endzeit).
Maria erinnert uns daran, daß wir bereits mit einem Fuße
in der Ewigkeit stehen und daher unsere Lebensvollzüge nun
auch Konsequenzen für die Ewigkeit haben. Sind wir uns dessen
bewußt, so müssen wir in unserem Leben einiges neu ausrichten,
vielleicht sogar vollkommen ändern. Umkehr meint, unter dieser
neuen Perspektive eine Richtungsänderung vorzunehmen (und
wenn es nur wenige Grade sind, die wir uns wenden müssen),
und gestärkt auf das ewige Ziel zuzugehen.
Die Immaculata
Eine wesentlicher Gedanke zum Schluß: Das alles beherrschende
Motiv all der Offenbarungen ist das der unbefleckten Empfängnis,
der Immaculata. Warum? Warum nicht als Jungfrau, Mutter, im
Himmel Gekrönte und als Mittlerin?
Das erste Kommen Jesu konnte geschehen, da Gott die Herrschaft
der Sünde im neuen Menschen, in Maria, gebrochen hatte (Rue
du Bac: Maria zertritt die Schlange). Er hat für die Menschwerdung
seines Sohnes eine Wohnung bereitet, die frei war von der
Beeinflußung Satans. In Maria hat die neue Schöpfung begonnen.
Wollen wir uns auch aus der von der Sünde durchseuchten Welt
befreien, so finden wir diesen Schutz - so wie Christus selbst
- nur bei der Immaculata. Somit wird Maria zum Bild der
Kirche, die Schutz und Heil gewährt, weil sie dem Zugriff
Satans entzogen ist. Wir können Jesus folgen und uns so
wie er unter ihr Herz begeben (uns ihrem Herzen weihen). Die
Immaculata - die Kirche unter dem Herzen der Immaculata -
ist der einzige Ort, in dem wir die Seligkeit finden.
Wenn Maria sich als die unbefleckte Empfängnis offenbart,
so zeigt sie uns den Weg, uns von der Macht Satans zu befreien.
Sie sammelt ihre Kinder, um sie zu beschützen und mit Gott
zu vereinigen. Damit fügt sie den Heilmitteln der Kirche kein
neues hinzu und sie schränkt die vielen Heilswege innerhalb
der Kirche auch nicht ein, vielmehr offenbart sie die Kirche
mit ihren Gnadenmitteln als den sicheren Weg.
Wenn in vielen Erscheinungsorten der jüngsten Zeit Maria
als Heilsmittlerin, als Mittlerin aller Gnaden verehrt wird,
dann ist damit ebensowenig ein Einschränkung der Heilswege
gemeint (etwa in Konkurrenz zu Christus oder zur Kirche).
Vielmehr bekommt das biblische Geschehen eine präsentische
Dimension: Jetzt ist die Zeit der Erlösung uns genauso nahe
wie zur biblischen Zeit.
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